Bacopa Monnieri (Brahmi): Kleines Fettblatt – große Wirkung!

Ernährung, Gehirnleistung

Eine der ältesten und bekanntesten Pflanzen der indischen Heilkunst ist Bacopa Monnieri oder Brahmi, wie es in Indien genannt wird. Dort findet es traditionell Anwendung als Hirntonikum für Studenten und Gelehrte, da sich die enthaltenen Wirkstoffe positiv auf die Konzentrations- und Lernfähigkeit auswirken sollen. Zahlreiche Studien lassen vermuten, was indische Mediziner schon lange wissen: In dem kleinen Fettblatt steckt noch mehr. Brahmi hat das Potential, Nervenzellen zu schützen, und es kann in der Alzheimer Therapie eingesetzt werden.

Woher stammt Bacopa Monnieri?

Bacopa Monnieri gehört zur Gattung der Fettblätter, den Bacopa, und wurde erstmals durch den französischen Botaniker Louis Guillaume Le Monnier beschrieben. Daher der wohlklingende Name. Auf deutsch heißt es Kleines Fettblatt, bekannter ist es aber unter seinem indischen Handelsnamen Brahmi. Die Sumpfpflanze ist eine der am weitesten verbreiteten Arten der Fettblätter und in den tropischen Regionen rund um den Globus zu finden, bevorzugt jedoch in Afrika und Asien, wo sie aufgrund ihres Nutzens als Heilpflanze auch kultiviert wird.

Brahmi im Ayurveda

Seit alters wird Brahmi in der ayurvedischen Heilkunst genutzt. Es findet Erwähnung im Charakra Samhita, dem ältesten noch erhaltenen medizinischen Werk Indiens. Dort wird es zu Steigerung der Wahrnehmung, Lern- und Konzentrationsfähigkeit empfohlen, aber auch zur Behandlung von Angstzuständen sowie zur Stärkung des Herzens und des Nervensystems. Brahmi gilt im ayurvedischen System als Adaptogen, also als Mittel, das die Stressresistenz steigert. Der Nutzen für die mentale Leistungsfähigkeit spiegelt sich in dem Wort Brahmi wider, denn das bezieht sich auf den Schöpfungsgott Brahma, der in der indischen Kultur mit jeder Form der Kreativität verbunden ist. In der traditionellen chinesischen Medizin wird Brahmi ebenfalls verwendet, dort auch zur Behandlung sexueller Störung und rheumatischer Beschwerden.

Welche Inhaltsstoffe sind in Brahmi enthalten?

Wie kommt es nun, dass eine so unscheinbare Pflanze solch einen vielfältigen Nutzen zu haben scheint? Das Kleine Fettblatt enthält gleich eine ganze Reihe pharmakologisch wirksamer Stoffe, darunter vor allem die Saponine Bacosid A und B, die Flavonoide Luteolin und Apigenin, das Alkaloid Brahmin sowie Phytosterine. Saponine sind natürliche Seifen und kommen in einer Vielzahl an Pflanzen vor. Sie dienen vermutlich der Abwehr von Schädlingen. Flavonoide dienen Pflanzen hauptsächlich als Farbstoff. Sie sind häufig in den Schalen von Früchten konzentriert oder in den Blättern von Tee und gelangen so in den menschlichen Organismus. Flavonide sollen in der Lage sein, das Immunsystem zu aktivieren und oxidativen Stress zu verhindern, indem sie schädliche Sauerstoffverbindungen aufnehmen. Studien zeigen, dass sie zudem einen positiven Einfluss auf verschiedene Herz-Kreislauf Erkrankungen haben können. Phytosterine sind an Bildung der Zellwände beteiligt. Sie sind das pflanzliche Gegenstück zu Cholesterin. Medizinisch sind sie von Bedeutung, da sie durch ihre strukturelle Ähnlichkeit in der Lage sein sollen, die Aufnahme von Cholesterin zu hemmen und somit den Cholesterinspiegel abzusenken.

Brahmi in der Forschung

Verschiedene pharmakologische Studien befassten sich bereits mit der Wirksamkeit von Bacopa Monnieri. Ali Esmail Al-Snafi hat die Ergebnisse der wichtigsten Studien zusammengefasst. Al-Snafi kommt zu dem Ergebnis, dass Brahmi die Gedächtnisleistung verbessert, antidepressiv und angstlösend wirkt, sowie lindernd bei Epilepsie und Parkinson wirken kann. Er stellte zudem eine entzündungshemmende und antimikrobielle Wirkung fest. Darüber hinaus zeige Bacopa Monnieri einen schmerzlindernden Effekt, unterstützt das Herz-Kreislaufsystem und wirkt muskelentspannend. Besonders hervorgehoben wird das Potential von Brahmi als Antioxidans und des damit einhergehenden Zellschutz. In unterschiedlichen Untersuchungen, sowohl im Reagenzglas als auch mit Mäusen, konnte die Wirksamkeit von Brahmi gegen schädliche, reaktive Sauerstoffverbindungen nachgewiesen werden. Brahmi wirkt dabei sowohl direkt als auch indirekt, indem es die Bildung antioxidativer Enzyme anregt. Den Studien zufolge schützt Brahmi zudem aktiv die Nervenzellen.

Im Fokus: Die Wirkung von Brahmi bei Alzheimer

Besonders Alzheimer-Patienten könnten von dieser vielfältigen Wirksamkeit profitieren. Zu diesem Schluss kommt die Studie einer Gruppe indischer und amerikanischer Forscher aus dem Jahr 2017. Sie untersuchten die Wirkung von Brahmiextrakt auf unterschiedliche Effekte von Alzheimer. Mit der Alzheimererkrankung geht eine Degeneration der cholinergen Nervenzellen einher. Das sind Nervenzellen, in denen hauptsächlich Acetylcholin als Botenstoff vorkommt. Im Mausversuch konnte bereits festgestellt werden, dass bei Tieren, deren Futter Brahmi enthielt, die Degeneration der Nervenzellen aufgehalten werden konnte. Grund sei, dass die in Brahmi enthaltenen Wirkstoffe auf unterschiedliche Prozesse im Acetylcholin-Stoffwechsel einen positiven Einfluss haben. Alzheimer geht mit einer verschlechterten Durchblutung des Gehirns einher. Als Ursache werden die Auswirkung des Alterungsprozesses auf die Blutgefäße betrachtet, wie die nachlassende Elastizität und angesammelte Ablagerungen in den Gefäßen. Bei Ratten, deren Futter Brahmi enthielt, wurde eine um 25 Prozent verbesserte Hirndurchblutung festgestellt, ohne dass dabei die Herzfrequenz signifikant beeinflusst worden wäre. Brahmi scheint also nicht nur die Durchblutung zu verbessern sondern diesen Effekt spezifisch im Gehirn zu bewirken.

Signifikante Zunahme der Lernfähigkeit

Als weiterer Faktor der Alzheimer Erkrankung gelten Ablagerungen des so genannten Beta-Amyloid Proteins an den Nervenzellen. Diese Ablagerungen beeinträchtigen die normale Funktion der Nervenzellen. Mehrere Studien konnten im Mausversuch erfolgreich belegen, dass Brahmi die Bildung der Amyloid-Ablagerungen erheblich vermindert. Es fehlen noch groß angelegte Studien, um die Wirksamkeit am menschlichen Organismus zu bestätigen, aber die bisherigen Ergebnisse scheinen vielversprechend zu sein. Schon gesicherte Erkenntnisse gibt es über den Einfluss auf die Merkfähigkeit: In klinischen Studien konnte bereits nachgewiesen werden, dass das Bacopa Monnieri Extrakt einen positiven Einfluss auf die Gedächtnisleistung hat. In einer Studie erhielten 81 Teilnehmer in einem Alter über 55 Jahren über zwölf Wochen täglich 300 mg Bacopa-monnieri-Extrakt oder ein gleich aussehendes Placebo. Bei der Gruppe, die das Extrakt erhielt, konnte eine signifikante Zunahme der Lernfähigkeit sowie des Lang- und Kurzzeitgedächtnisses festgestellt werden.

Wie wird Brahmi verwendet?

Bacopa Monnieri kann durchaus frisch als Küchenkraut verwendet werden, sollte aufgrund seines sehr bitteren Geschmacks allerdings sparsam verwendet werden. Zudem gehen die wertvollen Inhaltsstoffe durch Erhitzung fast vollständig verloren. Empfohlen wird die Verwendung als standardisiertes Extrakt. Dazu werden die Blätter der Pflanze, bei maximal 42 Grad Celsius, vorsichtig getrocknet, zu einem feinen Pulver zerrieben und anschließend in mehreren Schritten gereinigt und konzentriert. Das Extrakt erhält so eine Konzentration von etwa 20 Prozent der wertvollen Bacoside. Die empfohlene Tagesdosis Bacopa Monnieri beträgt 300 mg standartisiertes Extrakt bei einem erwachsenen Menschen.

Vom Geheimtipp zum Star für die grauen Zellen

Bacopa monnieri gewinnt auch in westlichen Ländern zunehmend Bedeutung als so genanntes Smart Food oder Nootropikum, also als ein Mittel, das dazu eingesetzt wird, die Leistungsfähigkeit des Gehirns zu steigern. Folgt man den bisherigen Studien, ist die Wirksamkeit von Brahmi jedoch viel komplexer. Besonders der Schutz und Erhalt der Nervenzellen steht dabei im Vordergrund sowie der damit einhergehende Erhalt einer normalen kognitiven Leistungsfähigkeit. Seit Jahrhunderten schreibt Brahmi eine Erfolgsgeschichte in der traditionellen ayurvedischen Heilkunst. Sollten die bisherigen Forschungsergebnisse in weiterführenden Studien bestätigt werden, dürfte diesem Erfolg auch in der westlichen Welt nichts mehr im Wege stehen.

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